Es gibt so Rennen, die vergisst man sofort. Und dann gibt es so Rennen wie Melbourne 2025. Ein wirkliches Chaos voller Drama, Überraschungen und bitterer Enttäuschungen. Dabei bleibt mir ein Name besonders im Kopf: Yuki Tsunoda.
Die Qualifikation war ein Statement. Platz fünf, im Racing Bulls. Ein Auto, das niemand in der Top 5 erwartet hätte. Und dann kam das Rennen. Anfangs hielt er seine Position sensationell, verteidigte sich gegen schnellere Autos. Hoffnung keimte auf. Dann kam die Strategie. Oder besser gesagt: das Desaster. Während andere rechtzeitig stoppten, ließ sein Team ihn draußen. Zu lange. Zu zögerlich. Der Traum von Punkten? Weg. Am Ende P12. Ungerecht. Oder wie ich das salopp formulieren würde. A schass wor des!
Manchmal frage ich mich, ob Tsunoda je die Chance bekommt, die er verdient. Talent hat er, das zeigt er Rennen für Rennen. Aber Talent allein reicht nicht, wenn das Team nicht mitspielt. Melbourne hätte seine Sternstunde sein können. Stattdessen steht er mit leeren Händen da.
Auf der anderen Seite: Nico Hülkenberg. Von 17 auf 7! Was für eine Vorstellung. Und Lando Norris? Fehlerlos zum Sieg, während Piastri die Kontrolle verlor.Formel 1 ist oft gnadenlos. Ein Fehler, ein falscher Call und alles ist verloren. Tsunoda weiß das jetzt besser als jeder andere. Ob er noch seine Chance bekommt? Ich hoffe es.